The “New” Shareholder Activism: A Western Perspective

Autor/innen

Wolf-Georg Ringe

Zusammenfassung

Dieser Beitrag untersucht die Entwicklung des Aktionärsaktivismus in westlichen Märkten und verfolgt dessen Wandel von den „corporate raiders“ der 1980er Jahre zu den heutigen geopolitischen Allroundern, wobei sowohl aggressiver Hedgefonds-Aktivismus als auch ESG-getriebene Engagement-Strategien einbezogen werden. Er ordnet den Aktivismus in den sich wandelnden regulatorischen Kontext und die unterscheidenden Aktionärsstrukturen in den Vereinigten Staaten, Großbritannien und Deutschland ein und zeigt, wie rechtliche Rahmenbedingungen, Marktstrukturen und makroökonomische Krisen die Strategien der Aktivisten wiederholt neu geprägt haben. Die Analyse identifiziert unterschiedlichen Rollenbilder, die „corporate raiders“, institutionelle Investoren, Hedgefonds und Private-Equity-Gesellschaften spielen, und hebt ihre sich wandelnden Methoden und Motivationen hervor. Jüngste Entwicklungen – wie der Aufstieg des auf Nachhaltigkeit ausgerichteten „ESG-Aktivismus“, die verstärkte Koalitionsbildung unter institutionellen Investoren und die zyklische Anpassung aktivistischer Taktiken an das politische und wirtschaftliche Klima – veranschaulichen die bemerkenswerte Flexibilität des modernen Aktivismus. Der Beitrag argumentiert, dass sich Aktionärsaktivisten regelmäßig neu erfinden, um neue Markt- und Regulierungsbedingungen auszunutzen, und sich von „Heuschrecken“ zu „Chamäleons“ entwickelt haben, die in der Lage sind, Gewinnstreben mit umfassenderen Governance- und Nachhaltigkeitsagenden zu verbinden.

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Veröffentlicht

21 Mai 2026

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