Current State of Shareholder Activism in Japan
Zusammenfassung
In den letzten Jahren hat der Aktionärsaktivismus in Japan deutlich zugenommen. Im Jahr 2025 erhielten 120 Unternehmen Anträge der Aktionäre, davon 50 von institutionellen Aktionären einschließlich der Aktivisten. Gemessen an der Zahl der Anträge liegt Japan an zweiter Stelle hinter den Vereinigten Staaten. Der größte Teil der Anträge betraf Aktienrückkäufe und höhere Renditen für die Aktionäre. Japanische Unternehmen, die bisher mehr oder weniger frei von externer Kontrolle waren, stehen inzwischen zunehmend unter dem Druck des Marktes, ihr Kapital effizient einzusetzen, um das Unternehmenswachstum zu stärken und den Shareholder Value zu steigern.
Der Rückgang der Überkreuzbeteiligungen in den letzten Jahrzehnten hat die Unternehmen anfällig für den Druck durch aktivistische Fonds gemacht. Eine wesentliche Veränderung in der Unternehmensführung wurde durch die Verabschiedung des Stewardship Code und des Corporate Governance Code in den Jahren 2014 bzw. 2015 ausgelöst. Damit sollte das Wirtschaftswachstum durch die Stärkung der institutionellen Aktionäre, die in Japan bisher eher passiv waren, angekurbelt werden. Aktivistische Fonds erwiesen sich zudem als wichtige Akteure auf dem Markt für Unternehmenskontrolle. In einigen Fällen verfolgten sie recht kurzfristige Ziele und strebten schnelle Renditen an. Einige Unternehmen entschieden sich dafür, durch Management-Buy-outs aus dem Markt auszusteigen. Im Vergleich zu anderen Ländern ist es in Japan für Aktionäre relativ einfach, Anträge einzureichen, aber derzeit gibt es Bestrebungen, bestimmte Einschränkungen dieser Rechte einzuführen.
(Die Redaktion)
