U.S. Shareholder Activism: Convergence with Japan
Zusammenfassung
Für viele Beobachter, die seit langem an langsame, schrittweise Veränderungen gewöhnt sind, kommt der derzeitige Boom des Aktionärsaktivismus in Japan überraschend. Die Voraussetzungen für Aktivisten nach US-amerikanischem Vorbild wurden durch Marktbedingungen geschaffen, die schließlich zu politischen Veränderungen führten, die ihrerseits eine beträchtliche Anzahl ausländischer Investoren anzogen. Allerdings wäre auch der aktuelle Markt ohne eine parallele Entwicklung der Taktiken von US-Hedgefonds nicht entstanden, die über mehrere Jahre hinweg allmählich einem ausgefeilten und differenzierteren Ansatz entwickelt haben, der auf Partnerschaft und Dialog mit den Zielunternehmen basiert und im Gegensatz zu aggressiven Vorgehensweisen und öffentlichen Kampagnen steht. Dieser Beitrag versucht, die aktuellen Trends in Japan, wo das Engagement der Aktionäre gegenüber den Zielunternehmen dramatisch zugenommen hat, in den Kontext der langen Geschichte des US-amerikanischen Aktionärsaktivismus zu stellen. Er beschreibt, wie sich die Strategien in den USA im Laufe der Zeit entwickelt haben, um sich dem aktuellen Marktbedingungen in Japan anzunähern, wodurch japanische Unternehmen für den aktuellen Stil des US-amerikanischen Aktivismus empfänglicher geworden sind. Der dramatische Anstieg des Aktivismus auf dem japanischen Markt in den letzten Jahren ist wohl auf diese Konvergenz mehrerer Veränderungen auf beiden Seiten zurückzuführen, die zu einer Angleichung zwischen der langen historischen Vorbereitung in den USA und der durch die Notwendigkeit geschaffenen Gelegenheit in Japan geführt hat.
(Die Redaktion)
